Vom rohen Capture über das Obsidian-Vault zur Intelligenz-Schicht: Notizen, Bilder und Snippets fließen zum Obsidian-Kristall und von dort als Netzwerk-Verbindungen ins Gehirn.
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Anleitung · Lesezeit ~15 Min

Dein Obsidian wird zur Maschine.

Wie du dein Second Brain mit Claude oder Codex verbindest und ein System aufbaust, das mit dir denkt. Sechs Schritte, eine Stunde Setup, fertig.

01 — Grundlagen

Was Obsidian ist. Und warum es reicht.

Wenn du noch nie damit gearbeitet hast: kurze Erklärung. Wenn du schon drin bist: scroll weiter, du verlierst nichts.

Im Kern

Eine Notiz-App, die deine Dateien dir gehören lässt.

Obsidian speichert jede Notiz als einfache Text-Datei auf deinem Rechner. Format: Markdown (Endung .md). Lesbar mit jedem Editor, auch ohne Obsidian. Kein Cloud-Zwang, keine Datenbank, keine Lock-in-Falle. Du kannst die Dateien jederzeit kopieren, sichern, mitnehmen.

Der Hauptordner, in dem alle deine Notizen liegen, heißt in Obsidian Vault (englisch für „Tresor"). Wenn du auf dieser Seite das Wort Vault liest — gemeint ist immer genau dieser Ordner.

So sieht's aus

Schöne Darstellung, simple Struktur.

In Obsidian liest du deine Notizen nicht als nackten Code, sondern als sauber formatiertes Dokument. Überschriften, Listen, Bilder, Links — alles wie in einem Blog-Post. Notizen verlinkst du mit [[Doppelklammern]]. So entsteht aus Einzelnotizen ein Netz.

Sync, wenn du willst

iCloud, Git oder Obsidian Sync.

Du legst deinen Notiz-Ordner in iCloud, OneDrive, Dropbox — und hast ihn auf jedem Gerät. Wer Git mag, nimmt Git. Wer Komfort will, zahlt 4 $/Monat für Obsidian Sync. Egal welche Variante: deine Daten bleiben bei dir, nicht bei einem Anbieter.

Und dann kommt die KI dazu

Claude liest deinen Ordner. Direkt.

Hier wird's interessant. Weil Obsidian nur Text-Dateien in einem Ordner ist, kann jede KI direkt drauf zugreifen — wenn du sie lässt. Drei Wege:

  • Claude Code oder Codex im Terminal — startest du im Vault-Ordner, liest die KI deine Notizen, schreibt neue rein, beantwortet Fragen mit Kontext aus deinem eigenen Material.
  • Plugin direkt in Obsidian — z.B. „Smart Composer" oder „Copilot". Du chattest mit Claude oder ChatGPT in einem Sidebar-Fenster, das deine Notizen kennt. Kein Tool-Wechsel.
  • Lokales LLM für maximale Privatsphäre — z.B. via Ollama. Modell läuft auf deinem Rechner, Notizen verlassen dein Gerät nie. Langsamer, aber komplett offline.

Diese Anleitung baut den Weg eins: Claude Code mit deinem Vault. Die anderen funktionieren analog — Prinzip ist immer dasselbe.

Kurz: Obsidian = Ordner mit Text-Dateien + schöne Oberfläche + beliebige KI, die alles lesen darf. Mehr ist es nicht.

02 — Diagnose

Warum die meisten Vaults scheitern.

Drei Stunden Setup, zwei Wochen Inhalte einpflegen, danach öffnet keiner mehr die App. Weil nie was Brauchbares wieder rauskommt. Es sind immer dieselben drei Gründe.

01

Reinwerfen dauert zu lang.

Wenn das Speichern einer Notiz mehr als zehn Sekunden kostet, lässt du es im Alltag bleiben. Kopieren, einfügen, Tag setzen, Ordner wählen, kurz zusammenfassen — bevor du überhaupt verstanden hast, was du gerade gelesen hast. Zu viel Aufwand, die Gewohnheit kippt.

02

Niemand verbindet was.

Die meisten Sammlungen sind ein Stapel einzelner Notizen. Jeder Artikel in seiner eigenen Datei. Es liest keiner quer und sagt dir, dass das, was du im März gespeichert hast, genau zum Problem von heute gehört. Ohne diese Querverbindung ist dein Vault eine Bibliothek ohne Inhaltsverzeichnis.

03

Kein Grund zurückzukommen.

Wenn der Vault dir keine Erkenntnisse zurückspielt, musst du dich erinnern, sie abzuholen. Niemand erinnert sich. Der Vault wird zu etwas, dem du gelegentlich was hinzufügst und das du nur öffnest, wenn du aktiv nach was Bestimmtem suchst. Das ist kein Denkpartner.

Ein zweites Gehirn, das nie zurückspricht, ist eine sehr ordentliche Art, Dinge zu vergessen. Cyril, X-Post Mai 2026
03 — Aufbau

Wie alles zusammenpasst.

Vier Stationen. Eine Richtung. Du sammelst etwas, es landet in deinem Ordner, die KI liest mit, gibt dir was Brauchbares zurück. Mehr nicht.

Schritt 1
Rein

Alles was du behalten willst, kommt rein. Ein markierter Satz aus einem Buch, eine Idee unter der Dusche, ein Screenshot. Schnell rein, ohne Sortieren. Sortieren ist später.

Schritt 2
Sortierer

Optional. Ein kleines Programm räumt für dich auf — z.B. nimmt einen Kindle-Highlight und legt ihn als Notiz in den richtigen Ordner. Wenn du anfängst: weglassen. Du machst es selbst, dauert 10 Sekunden.

Schritt 3
Ordner

Dein Obsidian-Ordner. Hier liegen alle Notizen. Nichts wird gelöscht. Eine Sammlung, die mit dir wächst. Das ist dein zweites Gedächtnis.

Schritt 4
KI

Claude oder Codex liest deinen Ordner und macht was draus. Verbindet Notizen, die du vergessen hattest. Schreibt dir morgens ein Briefing. Stellt Fragen, an die du nicht gedacht hast.

04 — Voraussetzungen

Was du brauchst.

Fang mit dem Basis-Track an. Advanced kommt, wenn die Gewohnheit sitzt.

Basis-Track
  • Obsidian (free)
  • Claude Code oder Codex
  • Ein Editor (VS Code, Cursor, egal)
  • Sync: iCloud oder Git
  • 30 Minuten Zeit
Advanced · Optional
  • N8N für Pipeline-Automation
  • Readwise für Highlights
  • Airr für Podcast-Clips
  • Whisper für Audio-Transkripte
  • Telegram-Bot für Quick-Capture

Empfehlung: mindestens drei Wochen Basis, bevor du Advanced anfängst. Sonst baust du Pipelines für ein System, das du noch nicht wirklich benutzt.

05 — Setup

Die sechs Schritte.

Eine Stunde Zeit. Eine Tasse Kaffee. Am Ende läuft dein erstes Briefing.

01

Ordner-Struktur anlegen.

Fünf Ordner. Mehr nicht. Jede komplexere Struktur kollabiert irgendwann unter ihrem eigenen Gewicht, weil du nicht mehr weißt, in welchen Ordner etwas gehört. Im Zweifel: Inbox.

terminal
# Im Obsidian-Vault anlegen
mkdir inbox notes ideas projects
touch CLAUDE.md
02

CLAUDE.md schreiben.

Die wichtigste Datei im ganzen System. Ohne sie startet Claude jede Session kalt. Mit ihr ist Claude ein Mitdenker, der seit Monaten deine Notizen liest. Diese Vorlage übernehmen, fünf Felder ausfüllen, fertig.

CLAUDE.md
# Wer ich bin

Name: [Dein Name]
Arbeit: [Was du machst, konkret]
Fokus: [Die eine Sache, an der du gerade besser wirst]
Ziele 2026: [Drei konkrete Ergebnisse]

# Aktuelle Projekte

Aktiv: [Was du gerade baust]
Hänge fest bei: [Wo du Denkhilfe brauchst]
Nächster Meilenstein: [Wie "fertig" aussieht]

# Wie dieser Vault funktioniert

inbox/     — unverarbeitete Captures
notes/     — verarbeitete Artikel + Highlights
ideas/     — mein Denken, Beobachtungen
projects/  — aktive Arbeit

# Was ich von dir will

- Verbindungen zeigen, die ich übersehen habe
- Annahmen herausfordern, bevor du zustimmst
- Aus Vault-Kontext antworten, nicht generisch
- Markieren, wenn etwas im Widerspruch zu früheren Notizen steht

# Was ich gerade lese

[Jeden Montag aktualisieren]

Datei kommt im Free Download als fertige Vorlage. Direkt laden ↓

03

Notizen reinwerfen.

Alles, was du behalten willst, landet als .md-Datei im Ordner inbox/. Eine Datei pro Gedanke. Wie die Datei heißt ist egal, Claude liest den Inhalt. Am Handy: Obsidian-App oder eine Notiz-App, die in deinen iCloud-Ordner schreibt.

Wenn du später mehr automatisieren willst (z.B. Kindle-Highlights direkt ins Vault): siehe Next Level ↓.

04

Daily Brief einrichten.

Jeden Morgen, bevor du eine App öffnest, briefed dich der Vault. Drei Sachen: Verbindungen aus den letzten 24 Stunden, ein Muster der Woche, eine Frage zum Drüber-Nachdenken. Diesen Prompt in Claude Code als Session-Start nutzen — oder via N8N automatisieren.

daily-brief.prompt
Du liest meinen Obsidian-Wissens-Vault. Lies alles in /inbox aus
den letzten 24 Stunden und alles in /notes aus den letzten 7 Tagen.

Dann mach drei Dinge:

1. VERBINDUNGEN — Finde die 3 interessantesten Verbindungen
   zwischen aktuellen Captures und älteren Notizen, die ich
   wahrscheinlich nicht bemerkt habe. Sei konkret. Zitier Stellen.

2. MUSTER — Identifizier ein Muster, das sich durch alles zieht
   was ich diese Woche gelesen habe. Woran arbeitet mein Hirn
   klar, auch wenn ich es nicht ausgesprochen habe?

3. FRAGE — Gib mir eine Frage, mit der es sich heute zu sitzen
   lohnt. Keine Aufgabe. Eine Frage.

Schreib das als saubere Markdown-Datei und speicher sie unter
/inbox/brief-{{date}}.md
05

Weekly Synthesis einrichten.

Einmal die Woche tiefer. Fünfzehn Minuten Montag früh. Claude geht durch alles was die letzten sieben Tage dazugekommen ist. Vier Outputs: aufkeimende These, Widersprüche, Wissenslücken, eine Handlung mit höchstem Hebel.

weekly-synthesis.prompt
Lies meinen kompletten Obsidian-Vault. Fokussier dich auf alles,
was in den letzten 7 Tagen dazugekommen ist.

Ich will vier Dinge:

1. AUFKEIMENDE THESE — Auf welche Idee arbeite ich hin, ohne
   sie ausgesprochen zu haben? Welche Position formt sich?

2. WIDERSPRÜCHE — Was hab ich kürzlich gespeichert, das einer
   früheren Überzeugung widerspricht? Zeig mir beide Seiten
   aus meinen eigenen Notizen.

3. WISSENSLÜCKEN — Basierend auf dem was ich lese: was lese
   ich offensichtlich nicht, das ich lesen sollte?

4. EINE HANDLUNG — Was wäre die eine Sache mit dem höchsten
   Hebel, die ich diese Woche tun oder denken könnte?

Sei direkt. Fordere mich heraus. Fass nicht zusammen was ich
eh schon weiß.
06

Wöchentlichen Slot blocken.

15 Minuten Montag früh. Fester Termin im Kalender. Habit-Anker. Ohne festen Slot zerfällt das System nach zwei Wochen, egal wie clever der Aufbau ist. Das ist der unspektakulärste und wichtigste Schritt.

Tipp: gleicher Slot wie Wochenplanung. Erst Synthese lesen, dann Woche planen. Die These der Woche steuert die Prioritäten.

06 — Bibliothek

Power-Prompts.

Acht Prompts, die das System praktisch machen. Copy-Paste in Claude Code oder Codex, anpassen wenn nötig, los.

Inbox aufräumen.

Geht durch alle Captures im Inbox-Ordner und sortiert sie in notes, ideas oder projects ein — mit Begründung pro Datei.

Idee zu Notiz.

Wandelt eine rohe Quick-Capture-Idee in eine sauber formatierte Notiz mit Frontmatter und Kontext aus dem Vault.

Meeting zerlegen.

Bricht eine Meeting-Transkription auf in Entscheidungen, To-Dos pro Person und offene Fragen.

Daily Note generieren.

Erstellt deine heutige Daily Note aus drei Inputs: Brief von heute, gestrige Note, offene Projekte.

Notes konsolidieren.

Fasst mehrere verwandte Notes zu einer Synthese-Notiz zusammen, ohne die Originale zu löschen.

Projekt-Synthese.

Gibt dir auf Knopfdruck den aktuellen Stand eines Projekts, basierend auf allen Files im Projektordner.

Capture-Triage.

Hilft dir entscheiden, was du aus den letzten 30 Tagen löschen oder archivieren kannst.

Annahmen kippen.

Findet eine Annahme, die du oft wiederholst, und liefert das stärkste Gegenargument aus deinen eigenen Notizen.

07 — Werkzeug

Lade dir das Starter-Kit.

Alles aus der Anleitung als Datei. CLAUDE.md-Vorlage, fertige Ordnerstruktur, alle Prompts. Entpacken, in deinen Vault legen, los.

Free · 24 KB · ZIP
Obsidian Brain Starter-Kit

Alles was du für Schritt 1 bis 6 brauchst, in einer Datei. Personalisiere die CLAUDE.md, kopier den Vault-Skelett in deinen Obsidian-Ordner, fertig.

Starter-Kit laden
Was drin ist
  • CLAUDE.md — die fertige Otto-Normal-Vorlage
  • Vault-Skelett — fünf leere Ordner mit READMEs
  • prompts.md — alle 8 Power-Prompts in einer Datei
  • daily-note-template.md — Vorlage für Daily Notes
  • README.md — Setup in 5 Minuten
Free to use. Attribution willkommen, nicht verpflichtend.
08 — Langfristig

Was nach sechs Monaten passiert.

Das System aufaddiert sich. Was du jetzt baust, wird interessant erst nach ein paar Monaten konsequenter Nutzung.

Nach 1 Monat

Fühlt sich wie ein nützliches Tool an. Du speicherst mehr, verlierst weniger Ideen, das Briefing macht gelegentlich was Interessantes sichtbar.

Nach 3 Monaten

Claude verbindet plötzlich Sachen aus Monat eins mit Sachen aus Monat drei. Du fragst zu einem Problem von heute und kriegst die relevante Notiz von vor acht Wochen, die du komplett vergessen hattest.

Nach 6 Monaten

Eine Aufzeichnung jeder Überzeugung, die du gehalten und geändert hast. Jeder Frage, mit der du gesessen hast. Jedes Musters, das auftauchte, bevor du es bewusst erkannt hast.

Die KI, die du nach sechs Monaten hast, ist nicht mehr dieselbe, mit der du angefangen hast. Sie hat in deinem Kopf gelesen, während du mit deinem Leben beschäftigt warst.
09 — Einfachster Einstieg

Zu viel? Fang mit fünf Notizen an.

Wenn dir die sechs Schritte zu viel sind, gibt es einen kürzeren Weg. Reicht für den Anfang. Den Rest kannst du draufsetzen, wenn die Gewohnheit steht.

  1. Heute Abend fünf Notizen in Obsidian werfen. Egal welche. Fünf Artikel, fünf Ideen, fünf Fragen. Sortieren ist später.
  2. Claude Code an den Ordner anbinden. Eine Minute.
  3. Den Daily-Brief-Prompt auf diese fünf Notizen loslassen.
  4. Der Moment, in dem Claude was findet, das du übersehen hast — ab da ist es nicht mehr Konzept, sondern Gewohnheit.
Template laden und anfangen
10 — Optional

Next Level für Tech-Affine.

Hier keine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wenn du das willst, sind das die Bausteine. Reihenfolge frei, alles optional.

N8N-Pipeline

Self-hostable Automation. Routet Captures aus Readwise, Telegram, Email, RSS in dein Vault. Drei Stunden Setup, läuft danach für immer.

Readwise-Integration

Highlights aus Kindle, Browser, Twitter-Bookmarks, Instapaper. Native Obsidian-Integration, jeder Highlight wird automatisch eine Note.

Telegram-Bot via Claude Code

Quick-Capture vom Handy. Idee an den Bot schicken, landet in der Inbox. Bot in 30 Minuten bauen, drei N8N-Nodes plus Webhook.

Whisper für Audio

Lokal lauffähig. Sprachnotizen, Meetings, Vorträge transkribieren. Output landet automatisch im Inbox-Ordner.

11 — Häufige Fragen

Was meistens noch unklar ist.

Funktioniert das mit iCloud-Sync? Ich habe schon Sync-Konflikte gehört.

Ja, mit Disziplin. Vault auf einem Gerät schreiben, kurz warten, dann am nächsten Gerät öffnen. Wenn du gleichzeitig auf Mac und iPhone in derselben Datei tippst, gibt Sync-Konflikte (Duplikate mit Suffix). Schmerzfrei: nutze Obsidian Sync (kostenpflichtig) oder Git.

Was sieht Claude und was nicht?

Claude Code liest nur Dateien, die du ihm gibst. Wenn du Claude im Vault-Ordner startest, hat er Zugriff auf alle Markdown-Dateien. Sensible Dateien (Passwörter, private Notizen) entweder in einen separaten Ordner außerhalb des Vaults, oder via .claudeignore explizit ausschließen.

Anthropic speichert Konversationen für das Training nicht standardmäßig, wenn du die API nutzt. Bei Claude Code: lokale Verarbeitung, der Inhalt wird zur API geschickt, aber nicht ins Training. Details in den Anthropic-AGBs.

Was kostet das im Monat?

Obsidian ist gratis. Claude Code via Anthropic-API: zwischen 5 und 30 Euro pro Monat, je nach Nutzung. Wer täglich Brief + Synthese laufen lässt und gelegentlich Power-Prompts: meist um 10 Euro. Codex via OpenAI-Plus-Abo: 22 Euro fix, inklusive Nutzung.

Beim ersten Setup-Monat ruhig mehr einplanen, du probierst viel aus. Im Steady-State pendelt sich's ein.

Claude Code oder Codex — was nehm ich?

Claude Code für lange Sessions mit viel Kontext (Synthese, Recherche, Schreiben). Codex für schnelle Operationen direkt im Editor (Refactoring, kleine Fragen). Wer eines von beidem hat, ist gut bedient. Beide parallel ist Komfort, kein Muss.

Ich hab schon einen großen Vault. Muss ich neu anfangen?

Nein. Du musst nicht umstrukturieren. Leg die fünf Basis-Ordner zusätzlich an und arbeite neu rein. CLAUDE.md ins Root. Daily-Brief-Prompt erstmal nur auf den Inbox-Ordner anwenden, nicht auf den ganzen Vault, sonst wird das Kontext-Fenster eng.

Nach ein paar Wochen siehst du, was vom Alt-Vault wirklich noch lebt. Den Rest darfst du in einen archiv/-Ordner schieben und vergessen.